Mittwoch, 25. Mai 2016

Rezension | Post Mortem #1 Tränen aus Blut | Mark Roderick | Thriller

· Titel: Post Mortem - Tränen aus Blut
· Autor: Mark Roderick
· Medium: Taschenbuch (512 Seiten)
· Verlag: S.Fischer Verlage (März 2016)
· ISBN: 978-3-596-03142-9
· Genre: Thriller
· Preis: 12,00 Euro

LESEPROBE





K U R Z B E S C H R E I B U N G

Ein Blick in die Hölle…
Eine Familie verschwindet spurlos. Ein Mann stirbt durch zwei Schüsse. Er war Reporter, einer großen Sache auf der Spur. Kurz vor seinem Tod sendet er noch zwei Nachrichten: eine an seinen Bruder Avram Kuyper, einen skrupellosen Profi-Killer, und eine an Emilia Ness, eine unbestechliche Interpol-Agentin. Avram soll ihn und seine Familie rächen, Emilia den Fall vor Gericht bringen. Beide sehen das Horror-Video, das ihnen jemand zuspielt. Beide blicken direkt in den Schlund der Hölle. Wer ist diese Bestie, die kein Gewissen und keine Grenzen kennt? Können Avram und Emilia ihn gemeinsam zu Fall bringen?
Textquelle: S.Fischer Verlage

B U C H T R A I L E R



A N K A S   G E B L U B B E R

Dieser Thriller hat mir mal wieder gezeigt, wie toll LESEN ist. Trotz totaler Müdigkeit war es mir schlichtweg unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Diese Geschichte wird abwechselnd aus zwei Perspektiven erzählt. Avram kehrt in seine alte Heimat Oberaiching zurück, weil ihm sein Bruder Goran eine seltsame Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen hat. Obwohl die zwei Brüder früher ein gutes Verhältnis hatten, ist der Kontakt auseinandergegangen, als Avram den elterlichen Bauernhof verlassen hat und in die Niederlande ausgewandert ist. Als Profi-Killer ist er nun auf der ganzen Welt unterwegs, während Goran als Journalist arbeitet und den Hof nur noch privat mit seiner Frau und seinen zwei Kindern nutzt.

"Komm nach Hause und räche dich an denen, die uns getötet haben." Alles scheint bereits zu spät, als Avram nach diesem Hilferuf in Oberaiching ankommt, denn der Hof ist verlassen. Spuren lassen vermuten, dass ein Kampf stattgefunden hat und Goran samt Familie entführt wurde. Avram beginnt Nachforschungen anzustellen. Kann er seinen Bruder und dessen Familie retten?

Auf der anderen Seite lernen wir die erfolgreiche Interpol-Agentin Emilia Ness kennen, die nach Frankfurt an einen Tatort gerufen wird, weil der Tote eine Nachricht für sie hinterlassen hat. Als sie seine Leiche sieht, kann sie jedoch weder mit ihm noch mit seinem Namen etwas anfangen. Wer hat Georg Kleinert erschossen und warum bittet ein Toter Emilia Ness um Hilfe?

Die kurzen Kapitel wechseln sich ab. Mal sind wir bei Avram in Oberaiching, mal bei Emilia in Frankfurt. Es dauert eine Weile, bis eine Verbindung zwischen beiden Erzählsträngen hergestellt werden kann. Der Autor nimmt sich Zeit, um beide Protagonisten vorzustellen, damit sich der Leser ein gutes Bild von ihnen machen kann. Mithilfe der kurzen Kapitel und dem ein oder anderen Cliffhanger am Kapitelende, gelingt es ihm bereits zu Beginn ein gutes Tempo aufzubauen, welches jedoch nie zu überhastet wirkt. Anfangs fand ich es etwas ungewöhnlich, dass einige Abläufe oder Geschehnisse wiederholt werden, z.B. als Emilia Ness und Kommissar Mikka Kessler ihre Kollegen auf den aktuellen Stand der Ermittlungen bringen und von einem Vorfall erzählen, der im vorangegangenen Kapitel beschrieben wurde. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass die Wiederholungen oder Zusammenfassungen durchaus hilfreich waren. Ich hatte beispielsweise keine Probleme mit den verschiedenen Namen und Personen, die auftauchen. Sobald ein Name fiel, hatte ich ein Bild vor Augen und konnte ihn zuordnen. Für sehr aufmerksame und "wache" Leser, könnte die ein oder andere Wiederholung vielleicht zu viel sein, für mich waren sie jedoch sehr angenehm.

Die Haupt- und Nebencharaktere haben mir gut gefallen, ganz besonders Emilia, über deren Gedanken ich immer wieder schmunzeln musste. Sie war mir von Anfang an sympathisch, ihr Verhalten stets nachvollziehbar. Auch Avram konnte mich überzeugen. Ich mochte seine starke, überlegte und dennoch mitfühlende Art sehr.

Das Thema, um das es hier geht, ist nichts für Zartbesaitete. Ich selbst halte ja überhaupt nichts davon, wenn Gewaltszenen möglichst detailliert beschrieben werden und das Blut dabei nur so spritzt. Deshalb bin ich dem Autor sehr dankbar dafür, dass es ihm immer gelungen ist, rechtzeitig abzublenden, um die Gräueltaten der Fantasie seiner Leser zu überlassen. Da ich keine Horror-Filme o.ä. schaue, ist mein Vorstellungsvermögen in dieser Richtung sehr beschränkt, so dass meine Fassung des Thrillers definitiv einen Jugendschutz auferlegt bekommen hat. Trotzdem hat mich das Buch am Ende doch mit einem flauen Gefühl im Bauch zurückgelassen.

Tränen aus Blut - ja, ich habe sie gesehen - ist der erste Band des erfolgreichen Zweiteilers "Post Mortem", der gerade die Spiegel-Taschenbuch-Beststellerliste erobert. Auch ich kann mich den begeisterten Stimmen anschließen und lege euch diesen spannenden Pageturner ans Herz. 

W E I T E R F Ü H R E N D E   I N F O S

Reiheninfo:

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N E U    B E I   A N K A S   G E B L U B B E R



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Kommentare:

  1. Hallo Anka,

    eine tolle Rezi, die neugierig auf das Buch macht. Die beiden Bücher stehen ja schon auf meiner WuLi und ich freue mich schon auf die morgige Lesung.

    Ganz liebe Grüße und bis morgen
    Uwe

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    Antworten
    1. Hallo Uwe!
      Danke für dein liebes Feedback!
      Da das Picknick morgen ausfällt, wird es leider keine Lesung geben, aber der Autor wird natürlich trotzdem da sein und uns ein bisschen was über sich und seine Bücher erzählen!
      Komm gut nach Stuttgart & bis morgen!
      Liebe Grüße
      Anka

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